Hauptspeise, Rezepte zu Filmen

Leber alla veneziana
»Brot und Tulpen«

»Brot und Tulpen« ist eine wunderbar romantische Liebeskomödie, die in Italien 9-fach mit dem italienischen Filmpreis »David di Donatello« ausgezeichnet wurde. Was vor allem den beiden Hauptdarstellern zu verdanken ist. Rosalba, gespielt von Licia Maglietta, und der Kellner Fernando, der sich eben noch das Leben nehmen wollte (ein grandioser Bruno Ganz), der sie aufnimmt – distanziert und höflich, mit einer umständlich, antiquierten Wortwahl und Sprache, die aus diesem Film einen wahren Leckerbissen macht.

»Ich würde Ihnen vorschlagen von der Anwesenheit unserer neuen Köchin zu profitieren. Sie macht die Leber alla veneziana einfach deliziös … begleitet von einem anständigen Rotwein.« 

–  aus Brot und Tulpen, 2000

DVD-Brot und Tulpen*

Spaghetti mit Venusmuscheln, Oktopusse, Krebse, Fischpasticcio sind nur einige der Delikatessen, die man in der Lagunenstadt Venedig probiert haben muss. Doch die bekannteste Spezialität Venedigs ist und bleibt die Leber alla veneziana.

Bild: Fegato alla veneziana, Leber venezianische Art

Leber alla veneziana (Fegato alla veneziana)

Zutaten (für 2 Personen)
300 g Kalbsleber
300 g Zwiebeln
40 g Butter
etwas Olivenöl
6 Esslöffel Weißwein
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
etwas Balsamico-Essig
etwas Wasser

(Falls ihr für mehrere Personen kocht, gilt bei diesem Rezept, dass die Menge von Zwiebeln und Leber immer gleich sein sollte.)

Zubereitung
Die Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden.
Die Hälfte der Butter und etwas Olivenöl in eine Pfanne geben.
Wenn die Butter schäumt, die Zwiebelringe hineingeben. Bei geringer Hitze und unter stetem Wenden dünsten. (Die Zwiebeln dürfen keine Farbe annehmen.)
Nach 10 Minuten den Wein und etwas Salz dazugeben.
Zugedeckt bei schwacher Hitze einkochen lassen. Wenn nötig etwas Wasser dazu geben. Immer wieder umrühren.

Die Kalbsleber in 1 cm dicke Streifen schneiden. Mit Küchenpapier abtupfen. Die restliche Butter in einer weiteren Pfanne erhitzen und etwas Olivenöl dazugeben. Wenn die Butter hellbraun wird, die Leberstücke hineinlegen und von allen Seiten anbraten. Jetzt erst salzen. Dann herausnehmen und in Alufolie locker eingewickelt, ruhen lassen.

Für die Soße den Pfannenansatz mit etwas Wasser lösen und aufkochen. Den abgetropften Saft der angebratenen Leberstücke aus der Alufolie eingießen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Zwiebeln auf die Teller geben, die Leberstücke darauf legen. Die Soße über die Zwiebeln gießen und einige Tropfen Balsamico-Essig in die Soße träufeln.

Dazu servieren die Venezianer frisches Weißbrot.

Eine echte »Fegato alla veneziana« wird stets wie im Rezept beschrieben serviert. Natürlich kann man auch Polenta oder Kartoffelbrei dazu servieren.

Der Film in 422 Zeichen
Rosalba fällt an einer Autobahnraststätte der Ehering 
ins WC. Ab diesem Moment verändert sich ihr eher 
tristes Leben. Sie verpasst die Abfahrt des Reisebusses
mitsamt der ganzen Reisegesellschaft und muss 
fassungslos erkennen, dass ihr Mann sie einfach 
vergessen hat. Da sie nicht warten will, schlägt sie 
sich ohne Geld nach Venedig, wo sie immer schon 
hinwollte, durch. Tags drauf verpasst sie den Zug 
nach Hause. Sie findet Freunde, einen Job und die Liebe. 
Und all das in einem schönen, leisen Venedig.

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