Beilage, Rezepte zu Büchern, Rezepte zu Filmen

Baingan Bharta (indisches Auberginen-Mus)
»Die Hüterin der Gewürze«

 »Die Hüterin der Gewürze«
– eine Reise in die mystische Welt der Gewürze.

Achtung! Bereits beim Lesen dieses wunderbaren Buches steigen einem die Düfte der Gewürze in die Nase.
Erzählt wird die Geschichte der Inderin Tilo (was so viel wie Sesam heißt) – eine Hüterin der Gewürze.
Tilo lebt und arbeitet in einem kleinen Laden in San Francisco, der vollgestopft ist mit allen nur erdenklichen Gewürzen. Dort hackt und mahlt sie die Gewürze und verarbeitet sie zu magischen Mischungen. Denn die Kunden, die zu ihr kommen, suchen mehr als nur Gewürze. Durch Tilos seherische Fähigkeiten erkennt sie die Sorgen, Sehnsüchte und Schicksale der Menschen, und versucht ihnen mit Gewürzen und Rezepten zu helfen.
Eine magische Geschichte über die Heilkraft der Gewürze nach deren Lektüre man vor allem nur eines möchte: Indisch kochen.

»Die Hüterin der Gewürze« gibt es als Buch und als Film, und wie so oft sind sie recht unterschiedlich.

Der Dialog stammt aus dem Film

Tilo: Es gibt in Indien religiöse Gruppen, die nie Knoblauch essen, … 
Kwesi: Na siehst du, genau das meine ich, dieser Knoblauch-Geruch …
Tilo: … weil sie seinen Ruf als Aphrodisiakum fürchten. Du solltest mal Auberginen-Bharta probieren. Du grillst die Aubergine über offener Flamme, holst das Fleisch raus, dann brätst du es mit 10 ganzen Knoblauchzehen, Kreuzkümmelsamen, kleinen roten Zwiebeln und Tomaten. Und dann musst du frischen Koriander darüber streuen.

(aus Die Hüterin der Gewürze, 2005)

Die Hüterin der Gewürze (Gebundene Ausgabe)*
Die Hüterin der Gewürze (DVD)*


»Bharta« bedeutet, dass die Zutaten zerkleinert bzw. grob püriert sind.

Auberginen-Bharta
Baingan Bharta

Zutaten
3 Auberginen
10 Knoblauchzehen
4 kleinere Tomaten
2 rote Zwiebeln
2-3 EL Olivenöl oder Ghee** (wenn man Öl verwendet, ist das Gericht vegan)
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1/4 TL Salz
1/4 TL schwarzer Pfeffer
1/2 TL Garam Masala
2 EL frischer Koriander, gehackt
1 kleine rote Chilischote (optional)

Zubereitung
Die Auberginen waschen, halbieren und mit Öl einreiben. Mit der Schnittfläche auf ein Backblech legen und im Backofen unter dem Grill bei 200 Grad rösten. Nach 5 Minuten wenden. Nach etwa 10 weiteren Minuten ist die Haut dunkel und leicht verbrannt, das Fleisch der Auberginen sollte weich geworden sein. (Traditionell werden die Auberginen im Ganzen über offener Flamme gegrillt.)

Die Auberginen abkühlen lassen und anschließend das Fleisch mit einem Löffel herausschaben. Klein schneiden und Salz darunterrühren, damit es nicht dunkel wird.

Die Zwiebeln fein würfeln und die Knoblauchzehen hacken.
Öl oder Ghee in einer Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen und den Kreuzkümmel hineingeben. Wenn sich an den Kreuzkümmelsamen Bläschen bilden die Zwiebeln dazugeben und bei schwacher Hitze glasig dünsten. Die Zwiebeln dürfen keine Farbe annehmen. Erst dann Knoblauch, die klein geschnittenen Tomaten und die fein gehackte Chilischote (diese nur, wenn man es schärfer mag) einrühren. Salzen und pfeffern und etwas einkochen lassen.
Das grob geschnittene Auberginenfleisch unterrühren, aufkochen und auf kleiner Flamme 10-15 Minuten köcheln lassen. Regelmäßig rühren.
Zum Schluss mit Garam Masala abschmecken und den gehackten Koriander darüberstreuen.

Mit Reis oder Naan servieren.

Für Naan-Brot habe ich ein einfaches und vor allem köstliches Rezept. Wir essen es mindestens ein Mal die Woche – vor allem weil es mein Vater liebt.

Indisches Naan-Brot

Zutaten
1 Tl Zucker
120 ml warmes Wasser
1 Päckchen Trockenhefe
320 g Mehl
1 Becher Naturjogurt (150g)
1 El Olivenöl (oder Ghee**)
½ Tl Salz
Ghee**, geschmolzen oder Öl zum Bepinseln

Zubereitung
In einer kleinen Schüssel warmes Wasser, Zucker und die Hefe gut vermischen. Etwa 10 Minuten stehen lassen.
Mehl, Öl, Salz, Jogurt und Hefe-Wasser-Gemisch in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine für 10 Minuten kneten.

Den Teig abgedeckt für 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Teig in 8 Stücke teilen und diese zu Kugeln formen. Diese mit dem Wellholz zu runden dünnen Platten auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen.

Etwas Öl in eine Pfanne geben und heiß werden lassen. Dann eine Teigplatte hineinlegen. (Normalerweise macht man dies ohne Öl). Wenn sich Blasen bilden, wenden und die andere Seite backen. Wenn sie braun wird (Vorsicht! Verbrennt schnell) aus der Pfanne nehmen und die Seite, die zuletzt gebräunt wurde mit Öl oder Ghee** bestreichen.
Die Teigplatten nacheinander ausbacken.

Warm servieren.

Ghee**

Ghee wird durch Erhitzen von Butter gewonnen – ist also nichts anderes als geklärte Butter.
Die ayurvedische Lehre schreibt ihm überaus positive gesundheitliche Eigenschaften zu. Es soll entgiftend wirken und die Abwehrkräfte stärken und vieles mehr.
Ghee eignet sich zum Anbraten und hält auch höhere Hitze aus. Aber man kann es auch einfach aufs Brot schmieren, oder einen erwärmten Löffel davon täglich pur essen. Ich habe gelesen, dass man einen Löffel davon morgens in den Kaffee geben kann.

flüssiges Ghee

Zutaten
1 Päckchen Butter

Zubereitung
Die zimmerwarme, weiche (auf keinen Fall kalte) Butter in einen Topf geben und bei niedriger Temperatur langsam erhitzen. Hin und wieder umrühren. Den weißen Milcheiweißschaum abschöpfen (und wegschütten). Weiter köcheln lassen und darauf achten, dass die Butter nicht anbrennt. Nach etwa 20 Minuten, wenn das Butterfett goldgelb und klar geworden ist, das flüssige Ghee durch einen Kaffeefilter in saubere Schraubgläser gießen. Erst nach dem Erkalten verschließen.
Ghee hält sich über mehrere Wochen (sogar Monate) bei Zimmertemperatur, da es keine schnell verderblichen Milchbestandteile mehr enthält. (Ich stelle es trotzdem in den Kühlschrank.)

Weitere Rezepte zu Büchern und Filmen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.